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Land reform for the seas
Berlin conference on marine protected areas in European waters and high seas calls for better management of the world's oceans



Berlin, Germany, 20 April 2007 (IUCN):

Europe should lead worldwide efforts to protect the oceans to prevent collapse of commercial fisheries by 2050. With three-quarters of the world's fish stocks already fully exploited or depleted, the oceans urgently need better regulation of fishing and other commercial activities. This was the main message of the conference "Countdown 2010 for Marine Ecosystems", closing today in Berlin.

Around 100 high-level experts from European member states, UN organizations and regional conventions agreed on the message "Countdown 2010 for Marine Ecosystems", emphasizing the importance of the European Union in improving the conservation and sustainable use of marine biodiversity.

"We can learn a lot from lessons of landscape management," says Carl Gustaf Lundin, Head of the IUCN Global Marine Programme. "If we restrict trawling and other destructive activities to certain areas, this will give marine habitats a chance to recover."

Marine protected areas, currently covering less than 1% of the world's oceans, have been proven to boost fish stocks; five years after the creation of marine reserves in the Egyptian Red Sea, fish catches in neighbouring areas increased by 66%.

"In the coming year, the EU Maritime Policy will determine the future of our oceans," explains Tamás Marghescu, IUCN Regional Director for Europe. "We need to put the environment at the centre to safeguard our marine resources and their major contribution to people's income and national economies."

On a European level, Natura 2000 sites provide an effective mechanism to create marine protected areas. In the high seas, the Berlin conference recommends a UN-based implementing agreement to protect vulnerable ecosystems.

The conference was organized by the World Conservation Union (IUCN) and the German EU Presidency. It built on the IUCN Marine Protected Areas Summit in Washington D.C. earlier this month in which experts called for 30% of marine areas to be protected.

European governments have promised to halt the loss of biological diversity on land and in the seas by 2010. Governments worldwide have committed to create a global network of marine protected areas by 2012. The initiative Countdown 2010 - hosted by the World Conservation Union (IUCN) - supports these and other ambitious conservation targets in collaboration with governments and civil society.

For more information contact The World Conservation Union (IUCN) http://www.iucn.org
and
Water for Life, 2005 – 2015 http://www.un.org/waterforlifedecade

Please also see:

Marine Summit calls for dramatic increase in ocean protection
http://www.unobserver.com/index.php?pagina=layout5.php&id=3381&blz=1

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Landreform für die Meere
Berliner Konferenz zu marinen Schutzgebieten in europäischen Gewässern und der Hochsee will Raumplanung für Meere verbessern


Berlin, 20. April 2007 (IUCN): Europa muss eine Führungsrolle im Meeresschutz übernehmen, um einen Fischereikollaps bis zum Jahr 2050 zu verhindern. Drei Viertel aller Fischbestände weltweit sind bereits maximal genutzt oder überfischt. Daher müssen die Fischerei und andere kommerzielle Aktivitäten in den Meeren dringend besser reguliert werden. Diese Forderungen sind das Ergebnis der Konferenz "Countdown 2010 für Marine Ökosysteme", die heute in Berlin zu Ende geht.

Gut hundert hochrangige Experten aus EU-Mitgliedsstaaten, UN-Organisationen und regionalen Abkommen einigten sich heute auf die Abschlusserklärung und unterstrichen die Bedeutung der europäischen Union in der besseren Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der Meere.

"Raumplanung für die Meere kann ein sehr hilfreiches Konzept sein", ergänzt Carl Gustaf Lundin, Leiter des Meere-Programms von IUCN. "Wenn wir die Grundnetzfischerei und andere intensive Nutzungen auf bestimmte Gebiete beschränken, können sich marine Lebensräumen anderswo erholen."

Zur Zeit sind weniger als 1% der Meere geschützt. Sie haben nachweisbar zur Erholung von Fischbeständen geführt: Fünf Jahre nach der Schaffung von Meeresschutzgebieten im ägyptischen Roten Meer sind die Fangquoten in angrenzenden Gebieten um zwei Drittel gestiegen.

"Im nächsten Jahr wird die EU-Meerespolitik die Weichen für das Überleben unserer Meere stellen", erklärt Tamás Marghescu, IUCN Regionaldirektor in Europa. "Eine adäquate 'Raumplanung' der Meere ist dabei zentral für den Erhalt der Meereswelt, die wiederum eine wichtige Rolle im Lebensunterhalt vieler Völker und ganzer Volkswirtschaften spielt."

In Europa bietet das Schutzgebiete-Konzept „Natura 2000“ einen funktionierenden Mechanismus für die Schaffung von Meeresschutzgebieten. Zum Schutz der internationalen Hochsee empfiehlt die Konferenz, ein UN-Durchführungsabkommen zu schaffen.

Die Konferenz wurde von der Weltnaturschutzunion (IUCN) und der deutschen EU-Präsidentschaft organisiert. Sie baut auf dem IUCN-Gipfel zu Meeresschutzgebieten Anfang April in Washington auf, der gefordert hatte, 30% der Meere unter Schutz zu stellen.

Europäische Regierungen haben sich verpflichtet, den Verlust der biologischen Vielfalt an Land und in den Meeren bis zum Jahr 2010 aufzuhalten. Regierungen weltweit haben sich auf die Errichtung eines Netzwerkes von Meeresschutzgebieten bis 2012 geeinigt. Der Countdown 2010 Prozess unter Leitung der Weltnaturschutzunion (IUCN) unterstützt diese und andere Ziele im Naturschutz durch die Erarbeitung von konkreten Umsetzungsschritten, in Zusammenarbeit mit Regierungen und der Zivilgesellschaft.